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Konzept - Clearing

Wer will was? Was braucht wer? Was ist hilfreich? Geht es nach Hause, in die Verselbstständigung, in eine Therapie und wenn in welche Therapieform, in eine Kleingruppe, in Betreutes Wohnen, in ambulante Hilfen, in eine stationäre Maßnahme....etc?

 

Dauer

Die Dauer einer Maßnahme kann zwischen zwei Wochen und drei Monaten liegen (in akuten Ausnahmefällen bis zu einem halben Jahr).

Phase I /Orientierung

Bei Clearing - Maßnahmen steht natürlich das "Ankommen" an vorderster Stelle. Es braucht Zeit um ein Grundvertrauen herstellen zu können, mit Hilfe dessen man sich erst an die gewagten Themen trauen kann. Dies kann einfach durch ein "Seinlassen" im Haus oder durch eine erlebenisorientierte Gemeinsamkeit zustande kommen.

Phase II Diagnostik

Das Hauptaugenmerk liegt auf der Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten, in Einbeziehung der Ressourcen des jungen Menschen.

* Falls noch keine psychiatrische Diagnostik und Empfehlung zu weiteren Hilfen vorliegt oder eine diagnostische Abklärung nicht mehr auf dem neuen Stand ist oder neue Problemstellungen auftauchen, wird eine ambulante psychiatrische Diagnostik in der Kinder - und Jugendpsychiatrie installiert, die die Zuständigkeit inne hat. Die Jugendlichen werden zu den ambulanten Diagnoseverfahren begleitet und unterstützt (keine stationäre Aufnahme nötig).

* Zusätzlich entsteht durch Biographiearbeit und viele Gespräche, seien sie bewusste Interviews oder einfach persönliches Plaudern, unter Berücksichtigung der nonverbalen Zeichen und auftretenden impulsiven Strukturen (Aggressionen oder Ängste durch Traumatisierungen - Trigger) ein schärferes Bild über die Komplexität der Problemfelder. Vor allem aber gilt es die Stärken und Ressourcen herauszuarbeiten, allein schon um ein höheres Selbstvertrauen zu erzeugen, was immer für die Eigenmotivation zwingend ist.

* Abklärung des jeweiligen Bildungsstandes - wo liegen die Stärken, wo die Schwächen, was kann und muss nachgeholt werden, welche Art von Beschulung oder Ausbildung ist möglich und nötig.

Phase III Klärung und Zielsetzungen

Zuerst werden alle Diagnoseergebnisse erfasst und ausgewertet. Danach wird mit dem / der Hilfesuchenden, dem Fachdienst, dem Helfersystem und bei günstigen Voraussetzungen mit den Eltern / Sorgeberechtigten zusammen und so transparent wie möglich über die tatsächlichen Problemlagen, Ressourcen und Stärken gesprochen. Zusammen werden Lösungswege erarbeitet, die vor allem der / die Hilfesuchende mittragen möchte, um zu gewährleisten, dass die Motivation hergestellt ist.

Phase IV Qualitätssicherung

* Das zuständige Jugendamt wird von dem Fachdienst ständig über den Entwicklungsverlauf informiert (Turnus wird mit dem / der zuständigen Sachbearbeiterin vereinbart).

* Ein abschließender Entwicklungsbericht über den Aufnahmezeitraum, der die Ergebnisse der psychiatrischen Diagnostik, die Klärung innerhalb der Maßnahme und die Empfehlungen beinhaltet, wird zeitgerecht an das Jugendamt überstellt.

* Abschlussgespräch oder Hilfeplangespräch wird begleitet.

* Abschließend kann eine Verlängerung der Maßnahme, bis ein geeigneter Platz gefunden wurde, unter Umständen angeboten werden.

 

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