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Liebe Eltern, Omas und Opas, Geschwister, Tanten und Onkel, erziehungsberechtigte Personen und Freunde!

Ich kenne mein Kind nicht wieder! Wir streiten nur noch! Ich bin total überfordert! Ich liebe mein Kind, aber ich weiß nicht wen ich vor mir habe, und reagiere nur noch aggressiv! Ich komme nicht mehr an mein Kind heran, die Noten gehen in den Keller, ich werde belogen, angeschrien, es fehlt total der Respekt! Alles läuft aus dem Ruder, mein Kind nimmt Drogen, mein Kind hängt nur noch vor dem Computer! Mein Kind verletzt sich selbst, lehnt Nahrung ab! Hilfe mein Kind hat ADHS - was nun?

Die Zeichen, dass ein Kind und seine Eltern, Verwandten oder Freunde Hilfe brauchen sind vielfältig, eins weiß man aber sicher, es muss etwas geschehen! Sehr oft wurden aber schon Hilfestellungen seitens der Jugendhilfe und von Freunden oder anderen Familienmitgliedern angeboten und durchgeführt, dennoch änderte sich vielleicht nichts oder die Situationen verschärften sich.

Hier soll nun nicht mit dem moralischen Finger nach der Schuld gefragt werden, weder beim Kind, noch bei denen die sich um das Kind kümmern und es lieben, sondern es soll nach der Möglichkeit einer Entspannung, einer Deeskalation gefragt werden. Oftmals sind alle Beteiligten in einem Muster von Aktion und Reaktion gefangen, sind die Gründe überhaupt nicht mehr nachzuvollziehen. Jeder reagiert nur noch allergisch auf den anderen, und so geht man miteinander um und aufeinander los.

Um Änderungen in solch einem Chaos, in solch einer Krise herbeizuführen, braucht das System, die Familie eine Auszeit. Eine Auszeit ist immer eine begrenzte Zeit, in der alle Beteiligten einfach nur mal zur Ruhe kommen können. Dies könnte und hat man sicherlich schon versucht (Kind war bei der Oma, bei der Freundin, in einer Pflegestelle, in einer Ferienfreizeit, in einer stationären Therapie etc.), um dann mit Schrecken feststellen zu müssen, dass man schneller wieder im alten Muster steckt als man "A" sagen konnte. Oftmals kommt noch die Enttäuschung und das Gefühl des Versagens hinzu, was die Situation wiederum zuspitzt, und so geschieht es, dass sich Menschen, die sich lieben, nicht mehr verstehen und sogar beginnen Angst voreinander zu haben oder sich zu hassen.

Die Auszeit alleine löst also nicht unbedingt die Probleme, sondern die Zeit des Ausspannes und Erholens sollte von fachlichem Personal begleitet, in einem geschützen Rahmen stattfinden, auf den jungen Menschen zugeschnitten, mit allen Beteiligten besprochen und zeitlich begrenzt sein, damit Wege in Richtung Lösung und Änderung aufgezeigt und erarbeitet werden können.

Wir bieten verschiedene Auszeit-Projekte an, und wenn Sie Interesse haben, laden wir Sie ein, sich die Projekte, die dazu gehörenden Konzepte und natürlich auch die Infos hinsichtlich auf das Team, die Organistation und Vernetzung anzusehen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie ihre Erfahrungen, Kritik, Meinungen und Fragen im Forum äußern würden, um somit an der Verbesserung der Kinder-und Jugendhilfe mitzuwirken. Dort ist auch Platz mal die Luft rauszulassen und sich die Nöte vom Leib zu schreiben!

Wenn Sie Fragen oder Anfragen haben würden wir uns freuen, wenn Sie uns kontaktieren.

Liebe Grüße

Das Auszeiten - Team